Teenie-Schlacht in Gallien: „Valkyria Chronicles 4“ im Test.

Wir schreiben das Jahr 1935. Ganz Europa ist von den Supermächten besetzt. Ganz Europa? Nein. Denn in der kleinen gallischen Stadt Bruhl leistet eine Hand von Manga-Teens enormen Widerstand.
So in etwa hätte man damals „Valkyria Chronicles“ den PS3-Exklusivtitel von Sega vorstellen können. Allein für den Soundtrack des Strategie-Rollenspiels nahm sich Komponist Hitoshi Sakimoto satte 8 Monate Zeit. Am 25. September, knapp zehn Jahre nach Teil 1 kommt nun die vierte Episode für PlayStation, xBox und PC in die Läden und Portale. Wer sich fragt, wo denn bitte Teil 2 und 3 geblieben sind – die erschienen exklusiv auf der PSP. Und wir alle wissen, wie völlig egal die PS Portable war. Leider. Aber werfen wir mal einen Blick auf das bevorstehende Spiele-Highlight. Denn ja, so einfach das Prinzip ist, so viel Spaß macht VC4 auch.
VC4_Screenshot__(4)
Das Game mit der Malkasten-Optik – nennt man das so? keine Ahnung – wird am 25. September für PS4, Nintendo Switch und xBox One verfügbar sein. Bereits seit Anfang August ist auf den selben Plattformen bereits die Demo kostenlos erhältlich, die sowohl Intro als auch die ersten beiden Kapitel beinhaltet. Für Fans der Serie wird das Tutorial am Anfang zum Selbstläufer. Das Setting ist identisch, lediglich neue Charaktere sind jetzt im Einsatz, das Gameplay ist wie auch bei Teil 1 übersichtlich und liebevoll umgesetzt. Das geht auch über den Demo-Bereich hinaus, lediglich die Aufgaben werden nach und nach komplexer und  komplizierter zu lösen.
Ob es im Verlauf der Handlung zu einem Treffen zwischen den Charakteren aus Teil 1 und den jungen Wilden aus dem aktuellen Teil kommt, kann ich leider noch nicht sagen. Ganz durch habe ich es noch nicht. Aber kommen wir – für alle, die es nicht kennen – kurz zur Übersicht. Im Bild oben seht ihr eine Map. Die blauen Symbolpunkte seid ihr, die anderen sind euer Gegner. Im dargestellten Beispiel seht ihr in der obersten Leiste zehn identische Symbole – so eine Art Polizeimarke. Das sind die verbleibenden Züge, die ihr habt, ehe der Gegner dran ist. Ihr könnt also in diesem Fall zehn mal eure Figuren bewegen und handeln lassen.

Spezialisten mit Vor- und Nachteilen

Ihr habt hierbei diverse Charaktere mit unterschiedlichen Fähigkeiten bzw. verschiedenen Waffen. Allerdings gilt wie so oft: je schwerer die Waffen, desto weniger mobil ist eure Figur. Ein Grenadier beispielsweise kann schneller und weiter rennen, als ein Panzer fährt. Das muss man gezielt einsetzen können. Wenn ihr eure Figuren ausgewählt habt, um sie strategisch zu positionieren, wechselt das Gameplay in die 3rd-person-Optik. Dann bewegt ihr euren Protagonisten über das Gelände. In dieser Zeit kann er auch durch gegnerische Treffer zu Schaden kommen. Sobald ihr stehen bleibt und euren Schuss abgeben wollt, könnt ihr euch ganz entspannt Zeit lassen. Während des Zielens und Anvisierens werdet ihr nicht beschossen. Das ist gut, denn dadurch bleibt der strategische Faktor im Vordergrund.
Ebenfalls nett gelöst: eure Charaktere sterben nicht, sondern werden verletzt. Dann müsst ihr mit einer anderen Figur den Kameraden erreichen und automatisch wird dieser dann von Sanitätern weggebracht. Solltet ihr den Zeitpunkt verpassen, so wird sich der – im wahrsten Sinne – gefallene Soldat selbstständig „zurückziehen“. Ob es auch eine Variante des Sterbens gibt, kann ich nicht sagen, da bislang all meine Soldaten überlebt haben. Weil ich halt auch wahnsinnig geil spiele.

Love at first fight

Das Fazit: Valkyria Chronicles 4 ist ein liebevoll designtes Strategie-Rollenspiel mit einer Vielzahl verschiedener Charaktere, komplexer werdenden Aufgaben und einer nachvollziehbaren Handlung. Für Teil vier hat sich auch Sakimoto wieder persönlich ans Notenblatt gesetzt und die Musik komponiert. Wer noch Zweifel haben sollte, muss sich unbedingt die Demo holen. Spätestens dann – bin ich mir sicher – werden viele von euch den vollen Titel haben wollen, sobald er verfügbar ist. Und ihr kennt mich ja inzwischen. Wenn was wirklich scheiße wäre, würde ich es an dieser Stelle sagen.

Holt euch die Demo oder gleich die Vollversion und dann viel Spaß. Denn Spaß macht das Ding. Und man kann ganz nebenbei noch hervorragend meine letzte Podcastfolge hören. Win-Win also. Und wer mir kurz beim Zocken zusehen will, kann das auch machen. Allerdings ist der Ton – wie ich im nachhinein feststellen musste – etwa so, wie Seehofers Innenpolitik: beschissen.

 

Und vielleicht kann mir auch irgend jemand sagen, warum WordPress hier es nicht auf die Kette bekommt, die Enddarstellung so zu liefern, wie sie mir in der Vorschau angezeigt wurde. Verdammte Axt aber auch …

Main
Fotos: sega-press.com
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

Erstelle deine Website auf WordPress.com
Los geht's
%d Bloggern gefällt das: